Was haben wir für ein Glück mit unserer Sonne.  Ein kleiner gelber Stern der äußerst genügsam mit seinem Energiehaushalt umgeht – mit  knapp 11 Mrd. Jahren Brenndauer, wobei gerade mal die 1. Halbzeit absolviert ist.  Ein Wunderwerk der Effizienz und Nachhaltigkeit. Würde die Sonne in Deutschland leben,  hätte sie sicherlich bereits mehrere Preise für ihr umweltgerechtes Verhalten verliehen bekommen. Wir schippern mit unserem Sonnensystem relativ unbehelligt am Rande unser Galaxis und konnten uns daher so prächtig entwickeln.

Ganz anders die Sterne, die sich nahe dem Zentrum der Milchstraße aufhalten. Pflegen wir zu unserem Nachbarsystem Alpha Centauri, einen gesunden Abstand von ca. 4,3 Lichtjahren,  gehts nahe dem Zentrum recht eng zu.  Als Stern stirbt man dort recht schnell, wird zermalt, hin und her geschoben, ist den Gravitationskräften gnadenlos ausgesetzt. Zumal ein riesiges Schwarzes Loch die Umgebung absaugt, wie eine penible Hausfrau den Staub beim Wochenendputz. Ganz zu schweigen von den roten Riesen, die ihr Pulver so mir nichts, dir nichts in 10  Millionen Jahren verschießen und in deren Sonnensystemen sich wohl kein Leben entwickeln kann.

Der größte bekannte Stern des Universum trägt die wenig phantasievolle Bezeichnung „VY Canis Majoris“, zu dem ich gerne ein paar Eckdaten loswerden möchte: Der Radius beträgt das ca. 2.000fache des Sonnenradius. Der Durchmesser ist 200.000 mal größer, als der der Erde.  Zur Verdeutlichung: Ein Flugzeug welches mit 800 km/h fliegt würde, um den Durchmesser VY Canis Majoris‘ zu durchfliegen, 356 Jahre brauchen.  Dieser Stern ist mindestens 500.000 mal so hell wie unsere Sonne. Würde VY Canis Majoris den Platz unserer Sonne einnehmen, dann würde seine Oberfläche bis zur Umlaufbahn des Saturns reichen.  Genug der Superlative, schaut euch das Video an:

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