Posts Tagged ‘Internet’

Sep 18

Nope! Chuck Testa.

Posted by Winston Wolf in Wort - Bild - Ton

Immer wenn du irgendwo ein Tier sehen solltest, schau besser zweimal hin. Es könnte Chuck Testa sein! Video der Woche (33): Nope! Chuck Testa.

Dez 12

Bill Kaulitz schaltet Internet ab

Posted by Winston Wolf in Wort - Bild - Ton

I’m Winston Wolf. I solve problems. Und ich stelle ab sofort jeden Sonntag mein Video der Woche vor. Heute lässt sich Bill Kaulitz zusammen mit Wolfgang Joop über diese ganze Internetsch$!#§ aus und würde das Netz am liebsten direkt abschalten. Potenzial zum Klassiker.

http://www.youtube.com/watch?v=aKV2VkINt98

Das ist jetzt tatsächlich mein dritter Anlauf diesen Blog zu schreiben. Zweimal war ich schon ziemlich weit damit, doch irgendwie war das Alles Murks, und so versuche ich es ein Drittes Mal, das, was ich schreiben will, in möglichst lesbare Form zu bringen. Ich frag mich nämlich seit schon seit ein paar Wochen immer wieder, was die Leute in 50-60 oder auch 100 Jahre über uns denken werden. Was werden sie denken, wenn sie im Jahre 2100 oder so auf uns zurückblicken, sich die Filme ansehen, die wir gedreht haben, die Fernsehsendungen. Und die Websites, die sich bis dahin gehalten haben.

Denn mich befremdet leider ein wenig, dass alle so tun, als wären wir schon oder überhaupt am Ende aller Lösungen angekommen. Es scheint mir als würden viele von uns glauben, dass wir der Weisheit letzter Schluss sind. Dass nach uns nichts mehr kommen wird, was von Bedeutung ist. Hurra, wir sind die Zukunft. Und sie hat längst begonnen. Ein paar kleine Ölpesten und Waldbrände vielleicht, Scharmützel mit islamischen Freischärlern oder Zwistigkeiten um ländliche Bahnhöfe… Aber das interessiert uns alles nicht wirklich. Nicht so richtig.

Stattdessen: Facebook! Mann, ist das geil. Da kann man zeitgleich ein paar Betroffenheits-Threads über Duisburg posten, während man seiner Urlaubsbekanntschaft aus Mexiko ein paar lustige Youtube-Videos schickt und die Farmarama-Highscore zu knacken versucht. Ist das geil. Nicht zu vergessen: Nichtigkeiten austauschen, über die neuen Popstars-Staffel, die mangelnde Spendebereitschaft der Flutopfer in Pakistan und die dümpelnde Karriere von Lena Meyer-Landruth. Wahnsinn, oder? Und das ist die Beschäftigung der geistigen Elite!

Der etwas überschaubarer veranlagten Repräsentanten unserer Spezies quälen sich in Casting-Shows in der Hoffnung, ein Ticket ins Glück zu ergattern, was ihnen die Gesellschaft schwerlich sonst bieten kann. Drängen sich in all die gescripteten Dokus und Reality-Shows, weil sie glauben, als Filmstar reich und berühmt zu werden und vor allem angesehen zu sein. Oder – und dann geht echt das Licht aus: rufen bei Call-in-Shows an. Aus Verzweiflung vermutlich.

Was werden die Menschen denken in 100 Jahren? Über uns? Was würden wir über uns denken, wenn wir die Möglichkeit hätten, uns dieses Gelumpe nur einmal von außen anzusehen?

Ich tu mich deswegen so schwer mit diesem Artikel, weil ich mir beim Schreiben vorkomme wie ein alter Sack, der wehklagt über Vergangenes, um wenig überraschend zu dem Schluss zu kommen: Früher war alles besser. Weil er diese Welt nicht mehr versteht vielleicht. Vielleicht. Und um diese Analogie noch ein wenig zu strapazieren: Früher, als er noch lebte, hab ich meinem Opa, wenn er derlei zu mir sagte immer entgegnet: Opa, die Zeiten haben sich geändert. Woraufhin er mir antwortete: Nicht die Zeiten haben sich geändert. Die Menschen haben sich geändert.

Ich weiß nicht, ob das die Antwort ist. Auf die Frage, was eigentlich los ist mit uns. Was eigentlich – wenn ich vom Geldystem und all diesen Dingen um Pleite-Griechen und Atom-Lobbyismus mal absehen – schief läuft in uns. Aber vielleicht ist es auch gar nicht an mir das weiter zu erörtern. Und das das Problem, warum ich mit dem Artikel nicht weiter gekommen bin.

Weil die Frage an Euch dort draußen gehen muss. Weil Ihr vielleicht ne Antwort habt. Was eigentlich los ist. Mit was und wem auch immer.

Das Netz vergisst nichts… aber das heisst noch lange nicht, dass es jedem alles erzählt. Hier ein kürzlich auf ZDF gesendetes Video, es geht um die Sperrung bestimmter Internetseiten aus den USA, die freie Software anbieten – für User aus den sogenannten Schurkenstaaten. Und um eventuelle bzw. geplante Internetsperrungen hierzulande.

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Links: Artikel zu dem Thema auf Textfriseur Weblog – „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen“

Auch wenn das fast vergangene Jahrzehnt durch ziemlich viele Krisen geschlittert ist: 9/11, Afghanistan-Krieg, Irak-Krieg, Tsunami, Finanzkrise – um nur einige zu nennen, meine ich nun doch einen Lichtstreif am Horizont erkennen zu können, der Hoffen macht, dass sich in Zukunft vielleicht doch etwas ändert – und zwar aus einer Ecke, aus der ich es nicht unbedingt vermutet hätte.

Zum Einen sind es die Studentenproteste, der sich über Wochen an deutschen und österreichischen Unis hingezogen hat. Und der vermutlich dazu beigetragen hat, dass die Kultusministerkonferenz einige Details am bisherigen Bildungssystem änderte. Doch es geht in diesem Fall nicht um das Ergebnis. Sondern um die Langlebigkeit der Proteste. Das was kein Flackern im Wind, kein Warnstreik, der schneller verendete als er begann. Über mehrere Wochen war das Thema präsent, immer wieder thematisiert auf Websites und in Blogs. Was sicherlich wiederum dazu beigetragen hat, dass die Proteste so lange anhielten.

Und dann kamen das Popstars-Halbfinale und -Finale vor kaum zwei Wochen. Wo die Show von den Zuschauern gnadenlos ausgebuht wurden. Zum Einen weil die Entscheidung, welche Band ins Finale einziehen würde, aufs Finale selbst verlegt wurde, um aus der müde dahindümpelnden Show durch noch mehr kostenpflichtige Anrufe noch ein bisschen mehr Kohle rauszuquetschen – ein Vorgang, der jetzt auch die Medienaufsicht beschäftigt. Zum Zweiten weil bei der Verkündung des Names der Band Some&Any das Publikum wieder ordentlich buhte und sich anschließend zig Leute in Foren über die Band lustig machten – was sicherlich nicht zum Erfolg der Band beitragen wird.

Und wieder glaube ich, dass das Internet einen entscheidenden Anteil an der Reaktion des Publikums hatte, die die Verantwortlichen bei Pro7 sicherlich völlig überrascht haben. Heute wird sich in unzähligen Foren schon über Trends und Events ausgelassen, die Leute tauschen sich aus, bilden Meinung. Und lassen sich dadurch schwerer für dumm verkaufen als vielleicht noch vor einigen Jahren, wo jeder ja noch ein „Individuum“ war, das nicht via Internet am „Weltwissen“ teilhaben konnte. Und mit seiner Meinung ganz allein auf sich gestellt war.

Jüngstes Beispiel in der Sache: The X-Factor – eine britische Casting-Show, die deutschen Formaten wie DSDS oder Popstars ziemlich ähnelt. In den letzten vier Jahren dominierten die Sieger der kurz vor Weihnachten zu Ende gehenden Show in schöner Regelmäßigkeit die britischen Charts, was einige Leute offenbar so verärgerte, dass sie via Facebook dazu aufriefen, den 17 Jahre alte Song „Killing in the Name“ der Band Rage Against the Machine zu kaufen, die nun statt der Casting-Show-Kandidaten die Spitze der UK-Charts anführen.

Toll. Es ist nicht zu spät. Das Volk, der Plebs hat doch noch etwas zu sagen. Kann in diesen scheinbar festgefahrenen Strukturen doch noch etwas bewirken. Auch wenn das über Facebook passiert.

Was wiederum andere Schwierigkeiten und Probleme mit sich bringt.

Dez 10

Roadmap 2 Internet

Posted by me in Hain des Plato

Die  Informationarchitects veröffentlichen alljährlich einen Plan, auf dem die 333 bedeutendsten Domains und 111 einflussreichsten Leute im Netz auf den Tokioer Metro-Plan übertragen sind.

Die Höhe der einzelnen Stationen repräsentiert dabei den Erfolg der Seite, bezogen auf Traffic, wirtschaftlichen Erfolg und geschätzte zukünftige Bedeutung, die Reichweite steht für die Stabilität des hinter der Domain stehenden Unternehmens, und die Position für die Gruppe, zu der die Seite gehört: classic site (klassische Seite), main site (Hauptseite) oder marginal site (Nebenseite).

Die Grafik ist zu groß (2.6 mb), um sie hier ganz zu zeigen, darum einfach auf das Bild clicken. Sehenswert.

Ich denke, es ist kein Geheimnis, dass es eine Menge Missstände in der Welt gibt. Dabei sind die einen ziemmlich offensichtlich, wie bspw. das Bestreben der Lebensmittelindustrie, nicht nur die Lebensmittelampel mit aller Macht zu verhindern, sondern auch verdeckt die Preise zu erhöhen, wie heute gemeldet wurde. Natürlich werden die Verpackungsgrößen nur geändert, also: verkleinert bzw. hochwertige Nahrungsmittel gegen billiges Füllmaterial ausgetauscht auf ausdrücklichen Wunsch des Konsumenten, den man in zahlreichen, aufwendigen Studien ermittelt haben will. Und der Fischanteil in Iglos Schlemmerfilets ist nur deshalb von 70% auf 52% gesenkt worden, weil die Verbraucher lieber Panade essen als Fisch, und man sie gerade so davon abhalten kann, Paniermehl pur in sich reinzuschütten. Ah, ja.

Schlimmer aber als solch offensichtliches – nennen wir es doch einfach wahrheitsgemäß – Arschlochtum ist das subtile, nicht so recht zuorden- und nachweisbare. So wie bspw. das Verhalten von der Facebook Inc., die mit 300.000.000 Usern eine der erfolgreichsten Websites weltweit betreibt.

Und damit meine ich nicht einmal den Plan des Unternehmens, zukünftig personalisierte Werbung zuzulassen und zu diesem Zweck alle möglichen persönlichen Daten irgendwelchen Unternehmen zur Verfügung zu stellen, von Alter, Geschlecht, Wohnort und Lieblingsfilmen über politische Überzeugungen bis hin zum Bildungsstand und persönlichen Beziehungen. Auch die Praxis, die von Usern auf Facebook veröffentlichte Inhalte wie Fotos etc. selbst kommerziell zu nutzen – dem die Nutzer zustimmen müssen – ist zwar äußerst fragwürdig.

Richtig gruselig wirds allerdings, wenn man erfährt, dass einer der ersten Geldgeber von Facebook die Risikokapitalfirma Accel Partners war, deren Vorstandsmitglied Gilman Louie gleichzeitig CEO von In-Q-Tel ist – die wiederum von der CIA gegründet wurde mit dem ausdrücklichen Ziel des Data-Mining.

Also werden alle Facebook-Aktivitäten, alle Informationen, Chats, Blogs etc. vom amerikanischen Geheimdienst ausgewertet, was die Nutzungsbedingungen des Netzwerkes ausdrücklich gestatten. Das ist schon keine Theorie mehr, sondern eine echte Verschwörung.

Schließlich wurde bekannt, dass die iranische Polizei Facebook-Profile benutzt, um bei Verhören den Freundeskreis von Regimegegnern und Demonstranten auszumachen und namentlich zu identifizieren. Aber zumindest dafür kann das Netzwerk ja nichts.