Posts Tagged ‘Kinder’

Okt 16

Wie bedient man eine Zeitschrift?

Posted by Winston Wolf in Kniffe des Lebens

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Okt 09

Der Sandmann klingt heute anders

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Jun 26

Gewinnen ist nicht alles

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Schön, wenn sich andere um die Probleme kümmern, für deren Lösung man selbst bezahlt wird. Das Wirtschaftssystem der Bundesrepublik Deutschland ist gelinde gesagt am Ar!”§ und das nicht erst seit der Finanzkrise. Die Verschuldung nimmt ungeahnte Ausmaße an, die Studenten streiken, weil das bundesdeutsche Bildungskonzept nicht so richtig hinhaut, Millionen Bürger werden zu Hartz-IV-Lebensentwürfen zwangsverpflichtet, weil keiner eine Ahnung hat, wie das Problem mit den “Verlierern” des Systems zu lösen wäre. Auch wenn sich darum so wie es aussieht niemand so recht kümmert. Aber vielleicht arbeitet das faule Pack auch einfach nicht genug und ist selbst Schuld an der Misere. Die Regierung hat schließlich genug damit zu tun, dass der Rechnungshof die heilbringenden Kräfte der Angela M. in ernsthafte Zweifel zieht.

Aber um beim Thema zu bleiben. Wenn die Regierung die Probleme schon nicht löst, sollen sich doch die Leute drum kümmern, die davon betroffen sind. Die haben schließlich am meisten davon. Hat sich die Ernährungsberaterin und Fachbuchautorin Dagmar von Cramm vielleicht auch gedacht und nachgewiesen, dass es tatsächlich möglich ist, ein 7- bis 14-jähriges Kind mit den 3 Euro zu ernähren, die der Hartz-IV-Regelsatz vorsieht. Und das scheinbar auch gesund und lecker. Klingt unglaublich oder? Scheint aber zu stimmen, die Gerichte klinge jedenfalls nicht so schlimm wie man vielleicht denken könnte. Was meckern also bitte schön alle über Hartz-IV? Die Kinder werden doch satt.

Ähnlich die Bildung: Etwas an dieser Misere ändern zu wollen scheint Annette ohne Land Schavan nicht in den Sinn zu kommen. Das machen italienischen Städte wie Pisa und Bologna wohl schon für sie. Warum sollen sich da nicht gleich die Eltern darum kümmern, welche Bildung ihr Kind später genießen soll? Damit die gleich schon einmal dafür sparen können. Die Kinder der Unterschicht können schließlich durch Bafög mitgeschleift werden. Und Hochbegabten-Stipendien gibt es schließlich auch noch.

Versteht mich – mal wieder – und bitte nicht falsch. Ein wenig mehr Eigenverantwortung steht insbesondere uns Deutschen sicherlich nicht schlecht zu Gesicht. Aber dass man vor der eigenen Verantwortung derart kapituliert, dass man nicht mal den Willen aufbringt, das Bestehende zu verändern, zu zerstören von mir aus, um es dann wieder neu aufzubauen. Erbärmlich. Wo es doch in unserem Schulsystem schon längst hätte passieren können. Sollen. Nach dem Pisa-Schock Ende 2001 vielleicht passieren müssen.

Statt dessen wird abgewartet. Wer weiß, vielleicht ergibt sich ja was. Ein Stern erscheint am Firmament. Und alles wird gut. In der Zwischenzeit: Na ja, ein paar kleine Reförmchen vielleicht. Die tun keinem weh und sichern. Genauso wenig wie das Geld, das gern mit vollen Händen ausgegeben wird. Später vielleicht. Mag sein. Aber dann sind die Kinder von heute ja längst schon erwachsen.