Posts Tagged ‘Musik’

Okt 09

Der Sandmann klingt heute anders

Posted by Winston Wolf in Wort - Bild - Ton

Video der Woche (36): Enter Sandman Metallica by The Mini Band

Jul 03

Dubstep als Symphonie

Posted by Winston Wolf in Wort - Bild - Ton

Video der Woche (23): BBC Philharmonic Presents…Nero’s Dubstep Symphony

In June 2011, pioneering dubstep/drum and bass producers, Nero, teamed up with the world-famous BBC Philharmonic. The result is this unique blend between two music genres. Orchestrated and conducted by Joe Duddell. Performed live at MediaCity in Salford.

Nero’s symphony has been rebalanced to more closely fulfill the vision that the band had for the piece and to ensure that this pioneering mix of orchestra and dubstep is available in its full glory.

via eargasm.tv

Apr 03

Clueso in 360°

Posted by Winston Wolf in Wort - Bild - Ton

Eine schöne Idee des Radiosenders 1LIVE ein Konzert ein Konzert in 360° zu filmen und für den Zuschauer frei drehbar zugänglich zu machen. Video der Woche (12): Clueso – Gewinner (in 360° live)

Feb 20

Die Superkräfte des Hiro Nakamura

Posted by Winston Wolf in Wort - Bild - Ton

Aktuell einer der erfolgreichsten französischen HipHop-Künstler: Soprano. Warum? Siehe Videos der Woche (10): Soprano – Hiro (mit Untertiteln)

Feb 14

Grammy Awards 2011

Posted by Winston Wolf in Wort - Bild - Ton

Die Grammy Awards sind gestern Nacht in Los Angeles abgehalten worden. Es ist mal wieder das eingetreten, was kein Mensch außerhalb der USA verstehen kann: Eine Country-Pop-Weichspül-Band namens Lady Antebellum wird der größte Abräumer des Abends, während Eminem lediglich 2 von 10 möglichen Kategorien gewinnt. Die beiden größten Überraschungen sind jedoch Arcade Fire, die mit „The Suburbs“ das beste Album des Jahres abgeräumt haben, und Esperanza Spalding, die trotz Justin Bieber beste Newcomerin wird.

Videos der Woche (9): Grammy Awards 2011 Highlights

Einige ansehenswerte Performances des Abends gibt es hier.

Hier die Gewinner der wichtigsten Kategorien:

  • Album Of The Year: Arcade Fire, “The Suburbs”
  • Record Of The Year: Lady Antebellum, “Need You Now”
  • Best Rap Album: Eminem, “Recovery”
  • Best New Artist: Esperanza Spalding
  • Song Of The Year: Lady Antebellum, “Need You Now”
  • Best Country Album: Lady Antebellum
  • Best Pop Vocal Album: Lady Gaga
  • Best Rock Album: Muse
  • Best Pop Performance By A Duo/Group: Train
  • Best Female Country Performance: Miranda Lambert
  • Best Female Pop Vocal Performance: Lady Gaga, “Bad Romance”
  • Best Male Pop Vocal Performance: Bruno Mars, “Just The Way You Are”
  • Best Rock Song: Neil Young, “Angry World”
  • Best R&B Album: John Legend & The Roots, Wake Up!
  • Best R&B Song: John Legend & The Roots, “Shine”
  • Best Rap Solo Performance: Eminem, “Not Afraid”
  • Best Rap Song: Jay-Z and Alicia Keys, “Empire State of Mind”
  • Best Male Country Vocal Performance: Keith Urban, “‘Til Summer Comes Around”
  • Best Country Performance by a Duo or Group: Lady Antebellum, “Need You Now”
  • Best Latin Pop Album: Alejandro Sanz, “Paraiso Express”
  • Best Contemporary Jazz Album: The Stanley Clarke Band, “The Stanley Clarke Band”
  • Best Dance Recording: Rihanna, “Only Girl (In The World)”
  • Best Electronic Dance Album: La Roux, “La Roux”
  • Best Alternative Music Album: The Black Keys, “Brothers “

Video der Woche (5): Was ist hier nur passiert? Usher versucht zu singen, es kommt jedoch kein Ton. Kurz darauf wird der zweite Konzertversuch abgebrochen. Schon Tags zuvor wurde das Konzert aufgrund einer Krankheit abgesagt. Gerüchteweise wurde er am selben Abend mit Freunden beim Vodka Tonic trinken gesehen. Die wahren Gründe weiß niemand so genau. Hier ein ausführlicher Bericht des Tagesspiegels zu den Geschehnissen.

Dez 30

Der König des Tanzflurs ist tot

Posted by Winston Wolf in Wort - Bild - Ton

Heute ist Bobby Farrell, der Tänzer und Playback-Darsteller von Bonny M, gestorben. Ihm zu Ehren gibt es heute das Video der Woche (3): Bonny M. – Daddy Cool

Gestern habe ich etwas erfahren, dass mich gelinde gesagt ernsthaft schockiert hat. Denn es wurde eine Applikation entwickelt, mit deren Hilfe man automatisch die Streams von mehreren 10.000 Internet-Radiosendungen abgreifen kann, um so alle erdenklichen Songs als mp3 auf seine Festplatte zu ziehen. Nie mehr Musik kaufen müssen! – das ist der Zweck hinter dieser Idee. Die meines Erachtens einer Katastrophe gleichkommt.

Das mit Beginn des Jahrhunderts einsetzenden massenhafte Downloaden von Musik über P2p-Börsen und Torrent-Websites war möglicherweise keine grundsätzlich schlechte Entwicklung. Die Industrie, insbesondere die Plattenfirmen maulten und klagten, weil sie ihre Felle davon schwimmen sahen. Dabei hatten sie sich jahrelang an einem fast schon gesättigten Markt satt gefressen und horrende Margen für Produkte eingefahren, die in anderen Branchen vermutlich als Ladenhüter in den Regale stehengeblieben wären.

Das Vorgehen war einfach, doch ziemlich clever: Nimm einen drittklassigen Act mit einem guten Song, einem Hit, und vermarkte ihn so gut es geht. Bau um diesen Hit einen zweiten, vielleicht sogar dritten Song, der nicht mehr so gut ist wie der erste, dann pack noch einen Haufen minderwertiges Material dazu und schon hast Du ne Platte. Und mit der kannst Du dann richtig den Reibach machen. Am Ende nimmst Du alle brauchbaren Hits und packst sie auf eine Compilation, die Bravo Hits 27, Kuschelrock haste nicht gesehen, BILD-Mega-Fete-Super-Hits oder einfach schlicht The Dome hießen. Damit wertest Du die Singles gleich noch einmal aus. Und ob die Konsumenten sich dabei verarscht vorkommen, ist doch egal, denn ihnen bleibt als Alternative nur, sich Radio-Musik auf einer Kassette mitzuschneiden, was – grob geschätzt – 1988 das letzte Mal gemacht wurde.

Plötzlich aber kamen mp3 und DSL und damit die Möglichkeit, Musik von überall her direkt in sein Wohnzimmer zu holen, ohne sich überhaupt aus dem Sessel zu bemühen. Geschweige denn dafür zu bezahlen. Und das ließ sich niemand zweimal sagen. Weshalb man in der Folge dabei zusehen konnte, wie die Gewinne der Plattenindustrie einbrachen. Die maulten und murrten und unternahmen – nichts. Nichts sinnvolles zumindest. Napster wurde gekauft und mehr oder minder gegen die Wand gefahren. Ansonsten beließ man es dabei, die beleidigte Leberwurst zu spielen und, statt nach möglichen Auswegen zu suchen, über die Ungerechtigkeit der Welt und die Schamlosigkeit der Konsumenten wehzuklagen. Und später dann vor Gericht zu ziehen.

Aber wie ich das jetzt schon in mehreren Artikeln geschrieben habe: So ist das halt mit institutionalisierten Organisationen. Sie zeigen sich anfällig gegenüber sich verändernden Umwelten und zugleich schwerfällig und kaum oder nicht in der Lage, darauf entsprechend zu reagieren. Man schätzt halt den Status Quo. Denn will man einfach wieder haben: Ich will meine Mauer zurück.

Es musste ein Branchenfremder kommen, der, anfangs noch belächelt, mit seiner iTunes- und iPod-Idee den Markt aufmischte. Und den Plattenbossen zeigte, dass man mit Musik im Netz doch Geld verdienen konnte. Was diese zuvor irgendwie nicht glauben wollten. Und doch stank ihnen etwas an der Idee, pro Song nur 99 Cent verlangen zu können: Die Zeit, in der man ganze Alben verkaufte, waren endgültig vorbei. Zumindest für viele Künstler. Und wahrscheinlich nicht die besten.

Im Endeffekt hat diese Entwicklung dazu geführt, dass die de facto Oligopol-Stellung der Plattenfirmen aufgebrochen wurde. Was für gewöhnlich mit sinkenden Preisen und qualitativ besserem Angebot einhergeht. Und am Ende gut für alle ist. Für die Konsumente sowieso. Und langfristig auch für die Anbieter, denn: Konkurrenz belebt das Geschäft. Und bewahrt einen davor, träge zu werden.

Und offengestanden: 99 Cent für einen Song zu zahlen und vielleicht 10 Euro für eine Platte von 12-13 Songs, erscheint mir auch durchaus fair. Angesichts der Liebe, Zeit und Leidenschaft, die die Künstler sicherlich in ihr Werk gesteckt haben. Und auch wenn die Plattenfirmen noch den Löwenanteil der Einnahmen einstreichen: Auch dieses Verhältnis wird sich sicherlich entspannen, spätestens, wenn neue  Verträge ausgehandelt werden.

Die eingangs erwähnte Entwicklung aber ist mehr als Besorgnis erregend. Und ich möchte gewiss nicht unken. Aber wer soll die Leute davon abhalten, wie früher Musik aus dem Radio mitzuschneiden. Vielleicht ist es auch ihr gutes Recht. Auch wenn womöglich in ein paar Monaten…

Ach, was red ich. Während Ihr diesen Blog – falls überhaupt – lest, fragen sich die Meisten von Euch bestimmt schon, wann ich endlich verrate, wo man das besagte Tool bekommen kann. Aber das müsst Ihr leider selbst rausfinden. Wenigstens.

Eine Stimme – dreistimmig…

Mai 15

Krieg im Ohr

Posted by me in Wort - Bild - Ton

Wem erzähl ich Neues? Die Musikindustrie steckt immer noch in einer schweren Krise, die Album-Verkäufe in den USA sind im vergangenen Jahr mal wieder zurückgegangen – diesmal um 14% für CDs und legal Downloads. Die CD-Verkäufe, die immer noch 85% des Marktes ausmachen, brachen sogar um fast 20% ein.
Die Industrie verteufelt die Praxis des illegalen Downloads von Musik (deren Zahl nach Jahren des Rückgangs in 2009 wieder angestiegen ist) , der Bundesverband Musikindustrie strebt an, 1.000 Abmahnungen pro Monat auszusprechen insbesondere, weil die Staatsanwaltschaften zunehmend dazu übergegangen sind, „Bagatelldelikte“ mit weniger als 3.000 (!) illegal verbreiteter Musiktitel nicht mehr zu verfolgen.

Vielleicht aber ist einer der Gründe, weshalb weniger Platten verkauft werden, weil die Qualität der Musik abgenommen hat – so wird jedenfalls geunkt. Und die Unken sind mächtig. „Der Tod von High-Fidelity – Im mp3-Zeitalter ist die Soundqualität schlechter als je zuvor“ titelt bspw. das Rolling-Stone-Magazine in einem Artikel von 2007 – und bezieht sich dabei auf den in der Branchen schon seit einiger Zeit tobenden Loudness-War.

Der Begriff Loudness-War – auch als „Loudness-Race“ bezeichnet – bezieht sich auf den psychoakustischen  Effekt, dass ein „lauter“ Song im ersten Moment einen subjektiv besseren Höreindruck hinterlässt:

„Je höher die Lautheit eines Musikstücks jedoch ist, desto eher werden auch hoch- und niederfrequente Signale wahrgenommen. Und desto vollständiger erscheint zunächst der Musikgenuss. Lauter scheint besser zu sein. Radiosender liefern sich deshalb seit Jahren auf der ganzen Welt einen Kampf um die Lautheit. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Hörer wesentlich häufiger am lautesten Sender hängenbleiben.“ (sueddeutsche.de)

Diesen „Krieg“ gab es schon zu Zeiten des Vinyls. Auch damals waren laute Pressungen besonders begehrt. Allerdings setzt das Medium Vinylschallplatte bestimmte technische Grenzen – etwa durch das Springen der Nadel bei zu großer Auslenkung einer Rille – eine Beschränkung, die es im Zeitalter digitaler Medien (zumindest theoretisch) nicht mehr gibt:

Dynamikentwicklung 1983-1999

Erreicht wird diese Lautheit durch das Verfahren der Kompression, also der akustische Verdichtung von Musik: Leise Töne werden lauter geregelt, laute abgedämpft, das Audiosignal entsprechend „komprimiert“.
Das Problem:  Es geht verloren, was seit jeher neben der Tonhöhenveränderung eines der wichtigsten Gestaltungsmittel von Musik ist, die unterschiedliche Stärke, mit der die Töne gespielt werden können.
Entsprechend liegt der Pegel vieler aktueller Veröffentlichungen an der Grenze des technisch Machbaren. So ist das neueste Album von Metallica „Death Magnetic“ an die Grenze des technisch machbaren komprimiert, was da zu führt, dass die Aufnahme ständig übersteuert und verzerrt – was mich beim Hören tatsächlich unter Stress setzt.
Es ist wohl nicht zu überhören: Dem Ohr wird keine Ruhepause oder gar Entspannung gegönnt, die Aufnahmen sind verzerrt, plärren. Hinzu kommt ein dramatischer Mangel an musikalischer Variation und Emotion, komprimierte Musik wirkt auf den Hörer auf Dauer monoton und ermüdend.
Zwar gibt es inzwischen Bestrebungen, die Büchse der Pandora wieder zu schließen – leider mit bisher mäßigem Erfolg. Denn es sind ja nicht die Mastering-Ingenieure, die diesen „Krieg“ angezettelt haben. Sondern deren Auftraggeber, die Plattenfirmen, die glauben, mittels lauter Musik den wahren Krieg – um Marktanteile in einem schrumpfenden Markt – zu gewinnen.
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Links: Death Magnetic, Opfer des Loudness-War. Eine Analyse von Mastering-Ingenieur Ian Shepherd;
Ein (technisch-orientierter) Artikel auf podcast.soundshifter.de