Posts Tagged ‘U-Bahn’

Mai 15

Sechs-Gänge-Menü in der U-Bahn

Posted by Winston Wolf in Wort - Bild - Ton

Videos der Woche (17): NYC Dining Car

On the first of May we hosted a „luncheon“ on the L line of the New York City subway. The subway is a familiar place, providing a necessary means of transportation for many New Yorkers. Its stairwells, turnstiles, platforms, trains and unpredictable elements are all-too-familiar to its dedicated patrons. One begins to know the exact time of travel from one destination to another. One begins to intuit the conditions of a ride, anticipating smooth stretches and knowing when to brace for a jarring turn. Through a series of familiar gestures, presented in commonplace locations in unfamiliar ways, we set out to challenge a habitual experience.

We wanted to serve a meal in a dynamic and strained location, to give ourselves a challenge that could only be overcome through teamwork and partnership. It is with great honor and pride that I say that this event born in the mind of Mr. Cigar in the back of a luxury car somewhere lost in the bowels of Los Angeles came alive when it was brought to team of creative and inspired people below. I am honored to have such good friends and compatriots that can take such ridiculous ideas and bring the into fruition no matter the adversity.

Feb 04

Zeiten ändern sich.

Posted by Bibi Blogs in Alles wird Gut, Welt-Geschichten

In der Linie U-8, die gerade mit ihrem Pendelverkehr zwischen Kottbusser Tor und Alexanderplatz mein Leben und das Leben anderer Mitfahrer schwer macht, kann man großartige Sozialstudien betreiben, Klischees widerlegen und auch ein bisschen Angst bekommen. Denn hier sitzen Touristen, Baumknutscher und Cracksüchtige auf einer Bank und alle regen sich über die gleichen Sachen auf, den Berliner Pendelverkehr – it sucks…

Lautstark klingt es durch die gelbe Schlange hindurch und so kam ich nicht umhin, eine Dreiergrupper baumknutschender Rastazöpfe mit alternativer Kleidung wie der obligatorischen Corthose zu belauschen. Der Rädelsführer, 23 Jahre alt, sprach von dem Wunder des Kindes und davon, dass er ja bald eines kriegen würde mit seiner Freundin. Aber das würde ihn als Mensch nicht verändern, ganz im Gegenteil, er lege Wert darauf als Individuum wahrgenommen zu werden. Weiterhin. Und für immer. Er brauche seine Freiräume und, und, und… er muss ja noch die Welt retten. Herrlich, dachte ich, manche Sachen verändern sich einfach nie.

Das war ein Moment der Überlegenheit für mich, die Welt konnte sich verändern, der Mensch in seiner Schublade aber ist noch da. Während mich das beruhigte stiegen zwei Mädchen ein, aufgebrezelt, zu viel Schminke, zu kurz, zu schwarz, zu lack. Sie redeten, natürlich von Jungs, von einem bestimmten, und dass das eine Mädchen auf keinen Fall in sein Auto einsteigen würde, wenn er nicht nett zu ihr wäre…Oh, mein Gott, dachte ich sofort, diese Frau sitzt mit 90%iger Wahrscheinlichkeit in 5 Jahren mit 3 Kindern und ohne Schminke in einem Frauenhaus und hat ein blaues Auge. Wenn sie Glück hat.

Aber dann kam die Wende…wie aus dem nichts fragte das andere Mädchen, ob der Junge denn einen Schulabschluss hätte und wenn ja, welchen.??? Das saß.

Da war sie, die Veränderung, da war der Spruch: ZEITEN ÄNDERN SICH!  Ich hätte so was in ihrem Alter nie gefragt. Das war neu, kein Klischee. Das hat die Zeit aus uns gemacht, aus Ihnen, aus den Mädchen, die mit ihren 18 Jahren natürlich naiv sind, aber schon besser als ich begriffen haben, was heutzutage wirklich wichtig ist. EIN SCHULABSCHLUSS. Scheiß auf die Liebe, auf Gefühle…

Ab heute bin ich wohl das Klischee.